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Bienenweideflächen

Richtig anlegen.

Auswahl geeigneter Standorte

 

Auf ehemaligen Wiesen mit höherer Bewirtschaftungsintensität und auf ebensolchen Ackerflächen ist der Unkrautdruck oftmals hoch. Es empfehlen sich daher eher magere, nährstoffärmere Standorte. Feuchtstandorte, absolute Trockenlagen und permanente Schattenlagen eignen sich wenig.

 

Bearbeitung des Bodens vor der Aussaat

 

Es empfiehlt sich, die ausgewählte Fläche zu pflügen oder zu fräsen und ein feinkrümeliges, pflanzenfreies Saatbett herzustellen (Egge, Kreiselegge, Gartenfräse).

Wurzelunkräuter und Reste von Gräsern etc. sollten umgehend entfernt werden, denn sie stören und unterdrücken die erwünschten Pflanzen oft sehr.

Um den Druck durch Samenunkräuter zu vermindern, die sich meist in großer Zahl im Boden befinden und keimen, kann man 2-3 Wochen zuwarten, erneut fräsen und die Unkrautkeimlinge einarbeiten.

 

Die Aussaat

 

Gesät werden sollte unmittelbar nach der letzten Bodenbearbeitung und zwar dann, wenn keine Frostgefahr (erste Maiwochen) mehr herrscht, oder im Spätsommer (September), jedoch vorzugsweise vor einer feuchten Witterungsperiode. Im Falle ausbleibender Niederschläge sollte die Fläche in der Anfangsphase - so möglich - 2-3 mal pro Woche gut gewässert werden.

 

Insbesondere bei händischer Saat kann das Saatgut mit Sägespänen oder trockenem Sand vermengt werden. Dies erleichtert die Ausbringung relativ niedriger Saatmengen. Stark überhöhte Saatmengen erschweren es Wildpflanzen in Saatgutmischungen sehr, sich wunschgemäß zu entwickeln.

 

Kleinflächen werden händisch und breitwürfig gesät, größere Flächen nach Abdrehprobe mit Sämaschinen.

 

Wichtig: Das Saatgut darf nur oberflächlich abgelegt und muss danach unbedingt angewalzt werden, um einen ausreichenden Bodenkontakt herzustellen (Rasenwalzen, Ackerwalzen). Wachstum und Entwicklung der zahlreichen Pflanzenarten verlaufen unterschiedlich und nehmen oft die gesamte Vegetationszeit in Anspruch.

 

Die empfohlenen Aussaatstärken sollten nicht überschritten werden, um eine optimale Entwicklung der Pflanzen zu garantieren.